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Albanien - Tradition trifft Begeisterung

SONNENTOR Bio-Bauern - Mediterrane Kräuter aus Albanien

Die Anbaugebiete in Albanien bieten ein Umfeld mit traditionell klein strukturierter Landwirtschaft, je Betrieb werden im Schnitt nur zwei Hektar bewirtschaftet.

Eine andere Welt und doch nur 700 km vom Waldviertel entfernt: Das Gebiet um Shkodra im Norden Albaniens.
Im milden Klima Albaniens herrschen ideale Bedingungen für mediterrane Kräuter. Was daheim, im rauen Klima des Waldviertels schlecht gedeiht, entfaltet hier unter der heißen Sonne Albaniens volles Aroma.

Johannes Gutmann hat in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit Anbauprojekten in Südmähren und Rumänien gemacht. In Albanien ist alles ein bisschen anders – und doch hat er vor drei Jahren den Schritt in diese Region mit seiner traditionell klein strukturierten Landwirtschaft gewagt: „Albanien ist nur eineinhalb mal so groß wie Niederösterreich. Die Betriebe bewirtschaften im Durchschnitt höchstens zwei Hektar. Auf den kleinen Flächen gedeihen Spezialkräuter sehr gut. Die Menschen kennen sich mit Kräutern aus, wissen, wie man sie richtig zieht und erntet.“

Begonnen hat die Kooperation als Entwicklungshilfeprojekt unter der Begleitung der ADA (Austrian Development Agency), um die Existenzgrundlage der albanischen Bauern zu verbessern. Von 400 geschulten Bauern stellten 20 auf biologische Landwirtschaft um und arbeiten mit SONNENTOR zusammen. Weitere 100 Personen sammeln Wildkräuter. Viele Albaner sind echte Kräuterexperten, die ihr Wissen in den letzten Jahrzehnten unter kommunistischer Herrschaft, die sich nach dem Bruch mit der UDSSR an der Chinesischen Kultur orientiert hat, pflegen und erweitern konnten.

Endrit Kullaj, unser Partner vor Ort, leistet wichtige Aufbauarbeit und ist einstarker Antrieb, wenn es um die Steigerung der Wertschöpfung in Albanien geht. Wir unterstützen die Betriebe auch bei der Bio-Zertifizierung, um die ökologische Idee weiter zu tragen. Wir schätzen, dass bereits im ersten Jahr (2007) mindestens 100 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Eine Zusammenarbeit mit Abenteuer
Bei der Feldarbeit hilft die ganze Familie mit. Zur Erntezeit finden sich immer zusätzliche Helfer. Die sind auch notwendig, wenn es zum Beispiel darum geht, Kornblumen zu ernten. Vorsichtig werden die Blüten von Hand abgepflückt. Zehn Tonnen nimmt SONNENTOR ab. Johannes Gutmann: „Diese Arbeit macht in Österreich fast niemand mehr, bei uns wird fast nur maschinell geerntet.“

In Albanien stehen gar keine Maschinen zur Verfügung. Die Bauern besitzen bestenfalls einen kleinen Traktor. Gesät, gejäten und geerntet wird alles händisch. Den Transport übernehmen Esel oder Kühe. Wozu auch andere Fahrzeuge. Die kämen ja doch in den abgelegenen Bergdörfern nicht weit. Die Straßen sind kaum ausgebaut, Brücken fehlen. Wer über den Fluss will, watet an seichten Stellen durch.

Für ausländische Firmen ist es allerdings alles andere als leicht, in Albanien Fuß zu fassen. Johannes Gutmann weiß, worauf es ankommt und fährt deshalb zwei bis drei mal pro Jahr selbst nach Albanien: „Die örtlichen Gegebenheiten kennen lernen, mit der Kultur intensiv in Kontakt treten, Vertrauen gewinnen, die Bauern zu Hause besuchen.

Biokontrolle: Österreichisches Know-how für Albanien
Für Warenübernahme, Export und Schulung der Bauern wurde eine eigene Firma gegründet. Die Biokontrolle erfolgt durch die österreichischen Kontrolleure der Austria Bio Garantie, die vor Ort für die Supervision installiert ist und eine Kontrollstelle in Albanien – die Albinspect – einarbeitet. Johannes Gutmann legt Wert auf regelmäßige Bodenanalysen: „Auf manchen Feldern haben wir Rückstände von Giften gefunden, die bereits vor 40 Jahren im Gemüseanbau verwendet worden sind. Die Bauern hier konnten es kaum glauben, wie lange diese Gifte im Boden erhalten bleiben.“